Die Worte korrigieren – nicht sich selbst
von Markus Bodenmüller
Manchmal merken wir mitten in einem Gespräch:
Das war zu scharf.
Das war ungerecht.
So wollte ich es eigentlich nicht sagen.
Dann können wir unsere Worte korrigieren.
Aber wir müssen deshalb nicht gleich alles zurücknehmen.
Vielleicht war die Formulierung nicht stimmig.
Und trotzdem bleibt etwas wahr:
Das war mir zu viel.
So möchte ich nicht behandelt werden.
Das will ich nicht übernehmen.
Ich kann sagen:
„Das war gerade schärfer, als ich es sagen wollte.“
Und danach:
„Aber das, was mir daran wichtig ist, bleibt.“
Vielleicht gehört auch das zu einer Haltung:
Nicht an jedem Satz festhalten.
Aber sich selbst auch nicht zurücknehmen, nur weil der andere widerspricht.
WoG · Würdeorientierte Gesprächsführung