Mira und das Kabumberlitzchen
Im Land der geschlossenen Augen
Ein Roman über ein Kind, das hört, was ein ganzes Land vergessen hat.
Mira erwacht in einem Land, das auf keiner Karte steht.
Keine Straße führt dorthin.
Kein Wegweiser nennt seinen Namen.
Und doch gibt es Orte, die man betritt, lange bevor man weiß, dass man in ihnen steht.
Dieses Land ist von Asche bedeckt.
Risse ziehen sich durch den Boden.
Der Wind trägt alte Stimmen.
Und tief darunter pocht etwas, das noch nicht aufgegeben hat.
Manche nennen es das Land der geschlossenen Augen.
In den ältesten Liedern aber trägt es einen anderen Namen:
Herzland.
Dort beginnt Miras Geschichte.
Nicht mit einem großen Knall.
Nicht mit einem Schwert.
Nicht mit einer Prophezeiung.
Sondern mit einem Kind, das die Hand auf die Erde legt —
und hört.
Und irgendwo zwischen Asche, Moos, verlorenen Farben und losen Chronistenblättern wartet etwas Seltsames auf sie:
das Kabumberlitzchen.
Nicht alles, was pocht, will laut sein
Manches will nur gehört werden.
Mira hört anders.
Sie hört nicht nur Stimmen.
Sie hört Pausen.
Orte.
Das Fehlen zwischen den Worten.
Und manchmal sogar das, was ein Land längst verlernt hat zu sagen.
Andere sehen Staub.
Mira hört ein Pochen.
Andere sagen: verbrannt.
Mira kniet sich hin.
Andere gehen weiter.
Mira bleibt.
Und manchmal genügt genau das, damit ein Land sich erinnert.
Worum geht es?
Mira und das Kabumberlitzchen ist ein märchenhafter Roman über ein Land, das sein Herz verloren hat — und über ein Kind, das still genug ist, den Herzklang zu hören.
Es geht um Asche, die nicht nur Ende ist.
Um Moos, das dort wächst, wo niemand mehr hinsieht.
Um Kälte, die nicht vom Wetter kommt.
Um Fragen, die zu klein scheinen und doch alles verändern.
Um seltsame Gestalten, alte Wunden, verschrobene Begegnungen und kleine Wunder, die sich nicht groß machen müssen.
Es geht um das Leise.
Um das, was bleibt, wenn niemand mehr zuhört.
Um das, was unter der Oberfläche weiterlebt.
Und um den Mut, nicht wegzusehen, nur weil etwas grau geworden ist.
Denn im Herzland ist nichts einfach nur tot.
Die Risse gehen tief.
Der Boden schweigt.
Der Himmel hängt schwer.
Aber irgendwo darunter übt ein Klang.
Sätze aus dem Buch
„Manche Herzen sieht man nur, wenn man die Augen schließt.“
„Asche ist nicht nur Ende. Sie ist auch Anfang, aber sie schämt sich ein wenig dafür.“
„Vielleicht gibt es in jeder Welt einen Klang, der noch nicht gesprochen ist.“
„Es gibt Töne, die üben lange, bevor sie erklingen.“
Für wen ist dieses Buch?
Für Menschen, die Märchen nicht für Kinderkram halten.
Für Leserinnen und Leser, die Bücher mögen, in denen es dunkel werden darf, ohne hoffnungslos zu sein.
Für Jugendliche und Erwachsene, die Geschichten lieben, die nicht nur erzählen, sondern eine eigene Welt öffnen.
Für alle, die eigenwillige Romane mögen — mit schrägem Humor, dunklem Leuchten und einem Klang, der nicht ganz von dieser Welt ist.
Und für Menschen, die ahnen, dass Fantasie nicht Flucht sein muss, sondern manchmal der einzige Weg ist, die Wirklichkeit wieder zu berühren.
Ein Blick ins Herzland
Der Chronist erzählt diese Geschichte nicht ordentlich.
Zum Glück.
Er erzählt sie zwischen losen Blättern, halben Erinnerungen und Tee mit Schwups.
Manchmal verliert er den Faden.
Manchmal findet der Faden ihn wieder.
Und manchmal taucht ein Zettel auf, der vermutlich wichtiger ist, als er aussieht.
So ist das eben mit Geschichten.
Sie gehen nicht immer geradeaus.
Manche schleichen.
Manche stolpern.
Manche tun so, als wären sie verschwunden — und stehen dann plötzlich wieder mitten im Raum.
Mira und das Kabumberlitzchen ist so eine Geschichte.
Eine Geschichte aus Asche und Moos.
Aus Dunkel und Farbe.
Aus Herzhören und Staunen.
Aus Ernst und Wärme.
Aus einem Land, das wartet.
Und einem Kind, das zuhört.
Mira lesen
Mira und das Kabumberlitzchen erscheint als Taschenbuch und Hardcover.
Für alle, die Bücher gern in der Hand halten.
Für alle, die Seiten nicht nur lesen, sondern betreten möchten.
Für alle, die wissen, dass manche Geschichten nicht an der Oberfläche wohnen.
Eine kleine Notiz vom Autor
Dieses Buch ist wie ein alter Dachboden.
Man findet darin keine Ordnung.
Aber Dinge, von denen man nicht wusste, dass man sie vermisst.
Mira ist aus vielen Schichten entstanden:
aus Märchen,
Schatten,
Farbe,
Stille,
seltsamen Begegnungen,
komischen Zetteln,
Herzklängen
und der Frage, was in uns weiterpocht, wenn wir längst aufgehört haben, hinzuhören.
Vielleicht ist es kein Buch, das man einfach nur schnell liest.
Vielleicht ist es eher eines, in das man hineingerät.
Ein Stück.
Durch Asche.
Durch Moos.
Durch Dunkel.
Und irgendwann vielleicht wieder ans Licht.
