Schutzmuster in Beziehungen
Manchmal reagieren wir nicht so, wie wir eigentlich möchten.
Wir ziehen uns zurück.
Wir erklären zu viel.
Wir passen uns an.
Wir kontrollieren.
Wir werden still.
Oder wir funktionieren, obwohl innerlich längst etwas eng geworden ist.
Oft sind das keine Fehler.
Es sind Schutzmuster.
Alte Bewegungen, die einmal geholfen haben, beziehungssicher zu bleiben.
Oder wenigstens nicht ganz den Kontakt zu verlieren.
Ein Schutzmuster fragt nicht zuerst nach Wahrheit.
Es fragt nach Sicherheit.Bin ich noch gemeint?
Bin ich noch willkommen?
Wird es gefährlich, wenn ich mich zeige?
Muss ich etwas leisten, erklären, halten oder vermeiden, damit Verbindung bleibt?
Wenn man das versteht, verändert sich der Blick.
Dann geht es nicht mehr darum, sich falsch zu finden.
Sondern darum, wahrzunehmen, was in einem eng wird, bevor man wieder automatisch reagiert.
Denn viele Schutzmuster verschwinden nicht dadurch, dass man sich verurteilt.
Sie werden beweglicher, wenn man versteht, wovor sie schützen wollten.
Vielleicht beginnt Veränderung genau dort:
Nicht mit dem Satz:
Ich muss anders sein.
Sondern mit dem Satz:
Ich bin nicht schwierig.
Etwas in mir versucht nur, sicher zu bleiben.
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Vertiefung
Manchmal wird verständlicher, was ein Schutzmuster ist, wenn man es nicht nur erklärt, sondern innerlich nachvollzieht.